November 2018 // Wie in Berlin: Münchner Groko ignoriert Klimaschutz!

Das Steinkohlekraftwerk der Stadtwerke München verbrennt weiterhin einen Hambacher Forst nach dem nächsten und der OB schweigt dazu: Vor einem Jahr haben die Münchnerinnen und Münchner sich in einem Bürgerentscheid klar gegen das Steinkohlekraftwerk und für mehr Klimaschutz ausgesprochen – und die Stadt tut: nichts. Steinkohle aus Naturwäldern in Russland und den USA wird weiterhin durch die Münchner Schlote verbrannt.

“Der UN-Klimareport IPCC zeigt, dass wir so schnell als möglich für das 1,5°-Ziel aus der Kohleverbrennung aussteigen müssen, wenn wir die Klimaüberhitzung mit all ihren Folgen (Klimaflüchtlinge, Dürren, Ernteausfälle, Versorgungsengpässe, Kriege um Wasser) vermeiden wollen. Die Groko um Bürgermeister Reiter verbrennt hier in München Kohle, bläst giftiges Quecksilber über die Stadt und ignoriert den Wählerwillen. Ingenieur Michael Schabl, Sprecher des Bündnisses Raus-aus-der-Steinkohle.de, zeigt sich enttäuscht: “Obwohl das Kraftwerk sofort stillgelegt und als stille Reserve dienen kann, wird weiterhin jede Minute 1,5 Tonnen importierte Steinkohle verheizt.“ 

Das Bündnis von 70 Verbänden, Parteien und Umweltorganisationen um ÖDP und Protect-the-Planet fordert den sofortigen Kohlestopp in München und die zügige Umsetzung des Bürgerentscheids. Die Effizienzsteigerungen durch die Umrüstung des Fernwärmenetzes auf Heißwasser und die geplanten Geothermieanlagen sollen endlich parallel umgesetzt werden.

“Die Demokratie in München erleidet massive Schäden, solange die Stadt nicht handelt” erklärt auch Initiator und Stadtrat Tobias Ruff von der ÖDP.

Spannende Veranstaltungen zum Thema:

  • „Raus aus der (russischen) Kohle: Wie weiter, ein Jahr nach dem Bürgerentscheid?“
    (Mittwoch, 7.11.2018, 19 Uhr, Münchner Zukunftssalon)
    mehr unter http://www.die-umwelt-akademie.de/
  • Bürger verklagen EU auf mehr Klimaschutz – indigene Sami erklären Klimaschäden in Skandinavien – ein Abend von Protect-the-Planet:
    (Samstag 10.11.2018, 19 Uhr, EineWeltHaus) mehr unter  Facebook

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