Oktober 2020 // Protestveranstaltung Mietergemeinschaften Schwabing mit Gastredner Tobias Ruff

Die Bäume vor unseren Fenstern müssen bleiben! ÖDP Stadtrat Tobias Ruff auf der Protestveranstaltng der Mietergemeinschaften Schwabing West gegen Nachverdichtung

Vier Mietergemeinschaften aus Schwabing protestieren am 17.10.2020 gemeinsam gegen die Nachverdichtung in Viertel. „Das ist der Baum, den ich aus meinem Fenster sehe, der kommt dann weg“, äußert sich nachdenklich einer der Anwohner auf der Protestveranstaltung. Dieser Münchner ist nicht alleine. Es sind viele hier, um gegen den Trend der Nachverdichtung in München zu protestieren. mit verhängnisvollen Folgen – Eine Trend mit vielen negativen Folgen. Versiegelung, Mietenanstieg, Gentrifizierung – um einige Stichworte zu nennen.

Auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker aller Ebenen sind da – von Bundestag, über den Bezirksausschuss Schwabing West, dem Stadtrat und der Initiative „ausspekuliert“. Erster Redner der politischen Gäste ist ÖDP Stadtrat Tobias Ruffund Verfasser des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“: „Stadtklima und die Stadtnatur sind in Gefahr. Die Städte sind längst nicht mehr Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, weil ihr Lebensraum verschwindet. Und wir haben eine Klimakrise. Durch Versiegelung heizen sich die Städte auf.“

.

Selbst gestaltete Protestplakate sollen mobilisieren, sich für die Rettung des Hinterhofs und der Nachverdichtung in München einzusetzen

Der Protest in München wird immer lauter. In Schwabing haben sich die Mietergemeinschaften ‚AnDeKaT‘, das ‚Hohenzollernkarree‘, ‚Kölner Platz 3-6‘ und die ‚Apian- Herzog- und Clemesstraße` zusammengeschlossen. Hier im Hinterhof das Hauses an der Apianstraße mit denkmalgeschütztem Hofdurchgang soll ein mehrstöckiges Gebäude mit hochpreisigen Studentenappartements entstehen. Eine hohe Mauer mit wildem Efeu bewachsen und alter Baumbestand müssen der Baugrube weichen. Für die Tiere unersetzbare Rückzugsräume, Nistplätze und Nahrungsquelle. Auch für die Bewohner eine kleine Oase, die hier verschwinden soll. Der Hof mit Sandkasten und Tischen bieten den Menschen einen Ort fernab von Lärm, Hektik und Hitze.

Nachverdichtung hat einen großen sozialen Aspekt. Durch Nachverdichtung entstehen meistens hochpreisige Immobilien als Renditeobjekte – nicht der dringend benötigte bezahlbare Wohnraum – in der Spitze mit Quadratmeterpreisen von 20.000 Euro. Wir müssen handeln, da sind sich alle Anwesenden einig.

.

von links: Nele Joas und Stefan Hofmeir (Initiator des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“

ÖDP Stadtrat Tobias Ruff ist Kritiker von Nachverdichtung setzt sich für den Erhalt des Stadtklimas und von gesundem Lebensraum ein

Gerade für dicht besiedelte Stadtviertel ein großes Problem. Schwabing West ist mit 15.000 Bewohnern pro Quadratkilometer das am dichtesten bewohnte Viertel in München.

Ruff ruft auf, entschlossen zu handeln, denn die Stadt hat viele Möglichkeiten. „Von der Anhebung der Richtwerte für Grünflächenversorgung und Baumschutz bis zu Bebauungsplänen ist viel möglich und nötig“, so Tobias Ruff, „sonst kommen zu den befürchteten weltwewiten 2 Grad Klimaerhitzung innerstädtisch noch 4 Grad dazu. Wir haben dann hier in Schwabing bald Klimaverhältnisse wie etwa in Süditalien.

Der ÖDP Politiker erinnert daran, dass der Stadtrat selbst vor kurzem die Richtwerte für Grünflächen pro Bewohner gesenkt hat. „Durch die Reduzierung der Abstandsflächen um fast die Hälfte kann nun viel enger gebaut werden und noch in den letzten Hinterhof ein Gebäude reingepresst werden“.

Um ein Zeichen zu setzen, ermutigt ÖDP Stadtrat Tobias Ruff zur Unterstützung von zwei laufenden Bürgerbegehren gegen „Maßlose Nachverdichtung“ und zum „Erhalt von Grünflächen“.

Die Vorhaben wollen Wichtiges erreichen:

  • mehr Natur in der Stadt
  • konsequenten Schutz der Grünflächen
  • wirksame Bebauungsplänen

um nur einige Ziele zu nennen. „Hier haben wir zwei starke Instrumente in der Hand“, so Ruff.

Damit so bald wie möglich alle Hinterhöfe und Grünflächen nachhaltig geschützt sind, für ein gutes Stadtklima und um der globalen Klimakrise so gut es geht entgegenzuwirken.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite weiterhin besuchen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Okay